Judo A-Z - Was ist Judo?

Was ist Judo?

Judo (japanisch, landläufig: sanfter Weg) ist eine aus Japan stammende, moderne, olympische Zweikampfsportart; sie ähnelt dem europäischen Ringen.
Kano, Jigoro (1860-1938), ist der japanische Begründer des Judo-Sportes. Er sorgte für den Aufbau und die Verbreitung dieser Sportart. Er entwickelte Judo während seiner Zeit an der kaiserlichen Universität (heute Universität Tokyo) durch das Studium und die Anpassung mehrerer Kampfsportarten, darunter besonders der verschiedenen Schulen des Jiu-Jitsu.
1882 gründete Kano in Shitaya die erste Judoschule: den Kodokan (Halle zum Studium des Weges), die in der Folgezeit zum Mittelpunkt der Judowelt wurde. Kano gründete 1911 den japanischen Amateursportverband und wurde ihr erster Präsident.

Von 1909 bis 1939 gehörte er dem Internationalen Olympischen Komitee an. Erst nach seinem Tod wurde Judo 1964 bei den Sommerspielen in Tokyo zum ersten Mal olympische Sportart. Für die Frauen wurde Judo 1992 in Barcelona olympisch.

Judo war in den Augen des Begründers Kano mehr ein pädagogisches System, das der körperlichen, geistigen und moralischen Erziehung eines jeden Studierenden dienen sollte. Diesen Anspruch hat Judo immer noch!
Zwei Prinzipien, die noch heute überall dort, wo Judosport betrieben wird, ihre volle Bedeutung haben sollten, galt und gilt es dabei zu beachten:

  • Das moralische Prinzip "Ji ta kyo ei" (Ji ta yu wa kyo ei), den Grundsatz des beiderseitigen Wohlergehens, d.h. der Freundschaft und des gegenseitigen Helfens.

  • Das technische Prinzip "Sei ryoku zen yo" (Sei ryoku saizen katsuyo), den Grundsatz des wirksamen Gebrauchs der körperlichen und geistigen Kräfte: Geringster Aufwand an Kraft für die größtmögliche Wirkung.

Aber um Judo richtig zu verstehen, muß man es selber machen, selber fühlen und erfahren.