Volleyball im TuS

Eine kleine Chronik

1978.... Als vergnügliches ‘Ball über die Schnur’, als Abwechslung zum Alltagstrott, fing alles an, als einige Herren sich anschickten, den Grundstein für die Volleyballgeschichte in Wichlinghofen zu legen.

Doch es blieb in den folgenden Jahren nicht beim Spaß allein: Eine Herrenmannschaft und eine Damenmannschaft schlüpften alsbald aus dem Ei und wurden in der noch jungen Stadtliga gemeldet. Auch in der Mixed-Klasse fanden sich Paare und solche, die es noch werden sollten, zur „zweitschönsten Nebensache der Welt“ zusammen. Das Tolle aber ist: Fast alle(!!!) alten Hasen sind heute noch dabei und machen dem Lifetime- und Breitensport Volleyball so alle Ehre.

Volleyball-Die allerste Montagsgruppe 1978

Doch es gab nicht nur Erwachsene im Volley-TuS: Kinder- und Mädchenmannschaften mauserten sich, und eine ‘Junge-Damen’-Mannschaft spielte 83/84 als Aufsteiger in der Kreisliga im Westdeutschen Volleyball-Verband.

1983 ... ein Erfolgsjahr: Die Damen 1 schaffte den Sprung in die 1. Liga, wo sie 1985 die Stadtmeisterschaft errang und nach 14 Jahren in fast gleicher Besetzung noch heute spielt.

Volleyball-Die allererste Mittwochsgruppe 1978

Doch Konkurrenz erwuchs bald aus den eigenen Reihen: Eine 2. Damenmannschaft erklomm gämsengleich die Stadtligen im Eiltempo, zeigte den ‘alten’ Damen, wo’s langgeht, wurde Stadtmeister und haute bis 2006 noch kräftig zu, wenn nicht gerade alle schwanger waren.
Seit einem Jahr nun spielt nur noch eine Damen–Mannschaft, zusammengestellt aus gleichwertigen Spielerinnen im Alter zwischen

35 und 64 Jahren. Immerhin schlug diese Mannschaft im letzten Jahr in der Rückrunde sämtliche Mannschaften, auch den Rekordsieger TV Hörde.

Im Mixed-Geschäft mischen wir noch mit 2 Mannschaften kräftig mit: Die Mix 1 (unsere alten Hasen) sind in den wohlverdienten „Vorruhestand“ gegangen, die Mix 2000 (das Mittelalter) kämpft nun wacker im Mittelfeld der 2. Liga, die neue Mix 1 (jung, dynamisch und erfolgreich) schlug in der 1. Liga so ziemlich alles kurz und klein. Sie waren es auch, die 1990 die Westdeutschen Volleyball - Meisterschaften gewannen. Nun jedoch sind die meisten aus dieser Mannschaft in das „Eltern–Geschäft“ übergegangen.

Es gab sogar eine Herrenmannschaft, die, gänzlich ohne Trainingsabend, erfolgreich und Jahr für Jahr unermüdlich in der zweiten Liga ihren Mann stand.

Es gab sogar eine Herrenmannschaft, die, gänzlich ohne Trainingsabend, erfolgreich und Jahr für Jahr unermüdlich in der zweiten Liga ihren Mann stand.
Zwischen all diesen Spielen liegen 1.000 Trainingsabende mit schweißtreibendem Üben und spannenden Spielen, liegen 100 Turniere drinnen und draußen mit triumphalen Erfolgen und blamablen Einbrüchen, liegen 100 Feste und Festchen, bei denen wir dies alles mit Spaß, Sekt und guter Laune ‘verarbeitet’ haben.

. Volleyball-Freundschaftsspiel 1979

Nicht zu vergessen die 26 Adventsturniere und die vielen Familienzuwächse (heute spielen Mütter gegen Töchter und Väter gegen Söhne), die zahlreichen verstauchten Finger, Knie und Knöchel, die hohen Adrenalinstöße bei so manchem Zitterspiel. Das fröhliche Zusammensein nach dem Training, die Wochenenden beim Wandern im Sauerland und die lange währenden Freundschaften, die ohne unseren Sport vielleicht nie zustande gekommen wären.

Aber was uns besonders gefällt: Volleyball im TuS ist: Zusammenspielen zwischen 20 und plus 65 – und da kann das 30jährige Vereinsbestehen nur eine Zwischenstation sein.


Volleyball am Dienstag – ein Einblick

Sie sind nicht das sportliche Aushängeschild, sie brachten keine Weltklassevolleyballer hervor, die Dienstags-Mädels und Jungs des TuS. Aber sie schafften, was viele nicht schaffen: Sie tanzten in der Halle, flogen unschuldig aus einer niederländischen Disko, sind stolz auf ihre Freiheitsstatue..

Volleyball-Westdeutsche Meisterschaft

Das Prunkstück dieser Ansammlung von Schulfreunden plus geneigten Volleyballern hieß lange Mixed 4. Trixi Köferl muss sich Anfang der Neunziger Jahre vorgekommen sein wie im Film „Cool Runnings“. Dort galt es, Jamaikaner für den Olympischen Bob-Wettbewerb fitzumachen. Trixi stand vor einer Kombo aus wenigen, die Volleyball spielen konnten, einigen, die immerhin wussten, was Volleyball ist, und einigen, die bei Null begannen.

Spätestens die ersten Siege überzeugten die Aktiven, dass es sich um mehr als eine Zweckgemeinschaft handelte. Mannschaftsfahrten gingen in das geliebte Nachbarland Niederlande, wo der Schreiber dieser Zeilen die geballte Gastfreundschaft der Käseproduzenten zu spüren bekam. Dem Rauswurf aus der Disko, der nie begründet wurde, folgte eine denkwürdige Rettungsaktion von Thomas „Roy“ Illner, der uns mit millimeterdünnen Ästchen ausstattete, um uns vor dem aggressiven Kommando Käse zu schützen. Wir verließen Ockenburgh letztendlich unbeschadet.

Dass WiVo 4 (Wichlinghofen Volleyball) hart im Nehmen ist, spürten auch die Gegner aus Eving, die Wichlinghofens Vierte am Tage der Vizemeisterschaftsfeiern des BVB 1992 wild singend, aufgeheitert durch eine vorherige Grillfeier, erlebten. Sollte Eving über unsere Pandabären auf den T-Shirts gelästert haben, wir haben es nicht mitbekommen. Der Partyzug nahm die Punkte mit nach Hause. Selbst Ehrgeizlinge wie „Roy“ und der „29er“ Matthias Kriegesmann, der heute alles andere als 29er, stimmten ein.

Volleyball-Spiel in Hagen

Selbst wenn durch zeitintensiven Beruf, Familie und altersbedingte Sportlustlosigkeit das Dienstags-Häuflein heute deutlich kleiner ist, schafften wir beinahe Wunder. Als eines gilt die 2. Herrenmannschaft, die ein Jahr lang für Angst und Schrecken in den Dortmunder Hallen sorgte. Selbst Routiniers wie „Träna“ Martin Eigenbrodt bewunderten, was diese Jungs nach Startschwierigkeiten vollbrachten. „Boff“ Olaf Kellmann, die Freiheitsstatue räumte am Netz alles ab, feierte jeden Punkt wie eine Meisterschaft. „Hany“ Claudius Knieling, er spielte nur eine Saison, begeisterte als souveräner Ballfänger.

Volleyball-Adventsturnier 2006

Ein weiteres Wunder ist die Entwicklung des Mixed-Teems zu einer Mannschaft, die dem hohen Niveau in der 1. Stadtliga mehrere Jahre gut standhalten konnte. Die Mixed 4 hat ihren Namen durch allgemeines Schrumpfen der Volleyballabteilung auf insgesamt drei Mixed Mannschaften, erst in Mixed 3 und durch den Wegfall einer weiteren Mixed-Mannschaft in Mixed 1 geändert, wie wir noch bis heute heißen.

Zu den oben beschriebenen Hochzeiten des Wichlinghofer Volleyballs spielten 4 Mixed-, 2 Damen- und 2 Herren-Mannschaften für den TuS in der Dortmunder Stadtliga. Heute halten wir 2 Mixed- und 1 Damen-Mannschaft am Leben und freuen uns über jede Verstärkung mit etwas Volleyball-Erfahrung an Dienstagen von 18:30-20:00 Uhr